Freitag 24. November 2017

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26.08.2016
Friedrich-Schiller-Universität

Jenaer Ausstellung würdigt Carl Zeiss

Mit einer Sonderausstellung würdigt die Friedrich-Schiller-Universität Jena den Mechaniker und Unternehmer Carl Zeiss anlässlich seines 200. Geburtstages. Zeiss, am 11. September 1816 in Weimar geboren, hatte als Jenaer Universitätsmechanikus von sich reden gemacht. Vor allem der Weiterentwicklung der Mikroskope galt sein Interesse. Daher präsentiere die Ausstellung, die besonders die frühen Schaffensjahre von Carl Zeiss im Blick habe, mehrere historische Mikroskope, wie die Universität mitteilt.

Ein von Zeiss an die Behörden des Großherzogtums Sachsen-Weimar gerichtetes Gesuch um die Erteilung einer Konzession zur Errichtung eines mechanischen Ateliers in Jena musste zunächst etliche bürokratische Hürden überwinden. Der von Zeiss in der Jenaer Neugasse Nr. 7 gegründete Betrieb erlangte dann aber eine Sonderstellung, vor allem, weil der Physiker Ernst Abbe dazu stieß (er wurde später Teilhaber). Ihm gelang eine grandiose Innovation: er entwickelte eine Theorie der Bildentstehung im Mikroskop, die es in der Folge erlaubte, Mikroskope mit vorher berechneten Eigenschaften zu herzustellen.

In der Jenaer Sonderausstellung ist u.a. ein Mikroskop von Ernst Haeckel zu sehen, das dieser im März 1866 von Zeiss erhielt. Auch Charles Darwin, der mit seiner Evolutionstheorie Wissenschaft und Gesellschaft revolutionierte, habe sich, so berichtet die Universität, um ein Zeiss-Mikroskop bemüht. Es war für seinen Sohn bestimmt. Haeckel, einer der Vorreiter der Popularisierung von Darwins Ideen in Deutschland, diente dabei als Vermittler, wie sich aus Briefen rekonstruieren lasse.

Die Sonderausstellung „Zeiss-Spuren in den Sammlungen der Universität Jena“ ist vom 1.bis 30. September 2016 im Ausstellungskabinett des Uni-Hauptgebäudes (Fürstengraben 1) zu sehen.

Stefan Wogawa