Donnerstag 19. Oktober 2017

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04.11.2011

Landkreis Eichsfeld

Das Eichsfeld, vom 9. Jahrhundert bis 1802 eine Exklave der Herrschaft der Kurfürsten und Erzbischöfe von Mainz, wurde 897 als „Land der Eichen“ erstmals urkundlich erwähnt. Es war bis in die unmittelbare Gegenwart hinein nie Teil eines der Thüringer Staaten.

Diese Exklave wurde als „Kurfürstlich Mainzischer Eichsfelder Staat“ zwischen 1123 und 1540 „von Vitzumen bzw. Amtleuten und Landvögten auf dem Rusteberg, hernach durch Oberamtleute und Statthalter von Heiligenstadt aus verwaltet“. Im Jahre 1802 nach Einzug preußischer Kürassiere und Jäger „und eine vierköpfige Zivilkommission in das Heiligenstädter Schloss (…) endete die Herrschaft“ von Mainz. (1) Kurze Zeit später wurde das Eichsfeld dem Königreich Westfalen aufgrund napoleonischer Kriegserfolge zugeschlagen, um dann 1816 durch die Preußen dreigeteilt zu werden. Das Untereichsfeld kam zu Hannover und das in die Kreise Heiligenstadt und Worbis zerteilte Obereichsfeld verblieb in der preußischen Provinz Sachsen. „1945 erfolgte die Zusammenlegung der Kreise Heiligenstadt und Worbis zum Landkreis Eichsfeld mit Sitz in Heiligenstadt.“ Nur sieben Jahre später wurden die beiden Kreise wieder getrennt und erst 1994 erneut zusammengelegt.

Der Landkreis zählt insgesamt 79 Gemeinden, darunter drei kreisangehörige Städte, und neun Verwaltungsgemeinschaften (Lindenberg/Eichsfeld, Dingelstädt, Eichsfelder Kessel, Eichsfeld-Wipperaue, Hanstein-Rusteberg, Leinetal, Uder, Westerwald-Obereichsfeld und Ershausen/Geismar). Insgesamt leben 101.200 Menschen (TLS am 30.06.2013) im Landkreis. (2)

Sitz der Verwaltung: 37308 Heiligenstadt, Friedensplatz 8, Tel.: 03606-6500, Homepage des Landkreises: (3)