Freitag 24. November 2017

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14.08.2013
Schwarzatalradweg

Fortführung bis Obstfelderschmiede kommt in Gang

Staatssekretär Staschewski übergibt Fördermittelbescheid
v.l.: Marko Wolfram, Bürgermeisterin von Mellenbach-Glasbach Kathrin Kräupner, Staatssekretär Jochen Staschewski und Christoph Majewski (Foto: Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt

Der Schwarzatalradweg ist das bislang ehrgeizigste Radwegeprojekt des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt und soll die Hauptstrecke durch das Saaletal, den Saale-Radweg, mit dem Rennsteig bei Neuhaus verbinden. Der Staatssekretär Jochen Staschewski vom Thüringer Wirtschaftsministerium übergab heute den Fördermittelbescheid.

Wie die Fortführung des Schwarzatalradwegs von Unterweißbach nach Obstfelderschmiede zur Talstation der Oberweißbacher Bergbahn verlaufen soll, davon überzeugten sich heute Staatssekretär Jochen Staschewski, 1. Kreisbeigeordneter Marko Wolfram sowie Kommunalpolitiker der Region. Das Planungsbüro Wohlfarth stellte dazu auf dem Kombus-Gelände in Mellenbach den Streckenverlauf vor. Zum Termin hatte der Staatssekretär den Fördermittelbescheid des Wirtschaftsministeriums im Gepäck. Die etwa 2,4 km lange Strecke wird nach Schätzung des Planungsbüros etwa 590.000 € kosten – das Land fördert die Maßnahme mit 90 Prozent.

Mit der malerischen und landschaftlich reizvollen Strecke wird das Schwarzatal auch für Radtouristen verkehrstechnisch erschlossen. Der Landkreis und die Kommunen erhoffen sich damit eine weitere Verbesserung der touristischen Infrastruktur, um ein Highlight wie Schloss Schwarzburg mit dem deutschlandweit einmaligen künftigen Zeughausmuseum mehr in den Fokus der Thüringen-Touristen zu rücken.

Die ersten beiden Bauabschnitte des Radwegs waren 2009 und 2010 umgesetzt worden und führen von Bad Blankenburg nach Schwarzburg und von Schwarzburg bis nach Unterweißbach. Die befestigte, aber nicht asphaltierte Strecke, die weitgehend einen bisherigen Forstweg nutzt, hat bislang eine Länge von 12,1 km und hatte 690.000 € gekostet. „Diese Investition hat sich wirklich gelohnt, denn der Radweg ist fast ganzjährig gut befahren“, stellt der Sachgebietsleiter Tiefbau, Marko Schönheyd fest.

Der letzte Streckenabschnitt ist ingenieurtechnisch der bislang aufwändigste, die Trassierung war nicht ganz unkompliziert und somit eine Herausforderung für die Planungsingenieure. Grund dafür sind die bergige Lage des Baufeldes, die zum Teil steilen und felsigen Uferböschungen der Schwarza, die vorhandene Bahnlinie sowie der kurvige und geschlängelte Verlauf der Schwarza.

Ein Teil des neuen Abschnittes, der an die Bahnlinie angrenzt, wird mittels einer Winkelstützmauer aus Betonfertigteilelementen mit aufgesetzter Absturzsicherung gesichert und auch asphaltiert, um eine nachhaltige Nutzung sicherzustellen.

Um den Radfahrern große Steigungen und damit verbundene Schiebestrecken zu ersparen, wird zwischen der ehemaligen Sargfabrik und dem vorhandenen Bahnübergang eine Brücke über die Schwarza gebaut. Auch die unvermeidbare Überquerung der Bahnlinie soll so sicher wie nur möglich gestaltet werden.

„Unser besonderer Dank gilt den Grundstückseigentümer entlang der Strecke, die Grundstücksflächen bereit gestellt haben und den Landkreis mit ihrem gezeigten Verständnis und Wohlwollen für den Radweg hilfreich unterstützen“, so der Sachgebietsleiter Tiefbau, Marko Schönheyd. Das betrifft den Freistaat als Baulastträger der angrenzenden Landesstraße oder auch die OVS, die unmittelbar neben dem neuen Radweg einen ihrer Stützpunkte betreibt sowie Fleischrind GmbH als Pächter der landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Dass der Landkreis als Bauherr für diesen Radweg auftritt, ist eine Ausnahme und Besonderheit. „Das rührt daher, weil der Schwarzatalradwanderweg im Rahmen des Konjunkturprogramm II mit der beachtliche Förderquote nur durch den Landkreis gebaut wurde. Selbst der Eigenanteil dieser Investition hätte die Leistungsfähigkeit der betroffenen Gemeinden überstiegen“, macht 1. Beigeordneter Marko Wolfram auf diesen Sonderfall aufmerksam. „Natürlich gilt weiterhin, dass der Radwegebau gemäß den gesetzlichen Regelungen klare Sache der Gemeinden ist!“

Der neue Schwarzatalradweg hatte die Kirchgemeinde in Schwarzburg seit dem Jahr 2011 dazu veranlasst, die jährliche Radsaison mit einem Festgottesdienst in der Radwegekirche Schwarzburg, der Talkirche, zu eröffnen.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt