Freitag 24. November 2017

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28.06.2013
Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

5.000 Euro Zuwendung für die Kirchgemeinden in Rottenbach, Allendorf, Weischwitz und Geitersdorf

Pfarrer Thomas Volkmann und der Gemeindekirchenrat der St. Jakobus in Rottenbach
Pfarrer Thomas Volkmann und der Gemeindekirchenrat der St. Jakobus in Rottenbach anlässlich der Bescheidübergabe (Foto: Pfarramt Rottenbach)

Auch im Haushaltsjahr 2013 bekennt sich der Landkreis dazu, die Kirchgemeinden beim Erhalt und der Sanierung ihrer Dorfkirchen zu unterstützen. 5 000 Euro stehen im Kreishaushalt zur Verfügung, um die Orgelsanierung und –restaurierung in den Kirchen in Allendorf, Geitersdorf und Weischwitz zu fördern, außerdem die Innensanierung der Kirche in Rottenbach.

Mit den Fördermitteln des Landkreises sollen vor allem kleine Kirchengemeinden und das Engagement der Pfarrer und der Bevölkerung für ihren Einsatz beim Erhalt des kulturellen Erbes und der Kirchen als Zentren dörflichen Lebens unterstützt werden. Der Ausschuss für Bau und Vergabe, Wirtschaft, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft des Kreistages hatte der von der Sachgebietsleiterin Denkmalschutz, Dr. Angela Hartmann, vorbereiteten Beschlussvorlage am 29. Mai zugestimmt, in der alle vorliegenden Anträge berücksichtigt werden konnten. Die Kirchgemeinden hatten jeweils ein Konzept eingereicht, in dem der Landkreis mit seinem Zuschuss eine Art von Anschub- oder Fehlbedarfsfinanzierung gibt. Die Bescheide übergaben die Fachbereichsleiterin für Bau und Schulen, Barbara Valduga und Dr. Angela Hartmann in dieser Woche direkt in den Kirchgemeinden.

Die St. Jakobus Kirche in Rottenbach

Nach umfangreichen Instandsetzungsmaßnahmen am Äußeren der St. Jakobus-Kirche Rottenbach soll anlässlich der 760 Jahrfeier der Kirche in diesem Jahr auch der Innenraum saniert werden. Dabei sind 13.200 Euro für Malerarbeiten veranschlagt, die aus Eigenmitteln der Kirchgemeinde, Zuwendungen der Stadt Königsee-Rottenbach und des Landkreises sowie aus Lottomitteln gedeckt werden. Pfarrer Thomas Volkmann und der Gemeindekirchenrat stellten die Kirche anlässlich der Bescheidübergabe am Montag vor. Die Kirche ist so alt wie der Ort selbst und war 1685 grundlegend verändert und vergrößert worden. Damit alle Menschen des Ortes Platz fanden, wurden Emporen eingebaut.

Abschluss der Orgelsanierung in Allendorf

Das aufwändigste der vier in diesem Jahr vom Kreis geförderten Projekte ist Sanierung der Johann-Friedrich-Schulze-Orgel von 1821 in Allendorf, die im dritten Bauabschnitt mit 52.000 Euro veranschlagt ist. Allendorf ist auch der Sitz von Pfarrer des Pfarramt, von dem aus Pfarrer Volksmann die Gemeinden seines Sprengels betreut. Damit die Kirchgemeinde die Gesamtsumme aufbringen kann, fließen außerdem noch erhebliche Mittel aus dem Zentrum für Kirchenmusik der EKM (Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland), von der Bergmann-Stiftung, aus Spenden von Privatleuten und Banken sowie aus Landesdenkmalmitteln. Die Einweihung der Orgel ist noch in diesem Jahr geplant. Die Generalsanierung läuft seit November 2011 und wird die insgesamt über 150.000 Euro kosten, möglich geworden erst „dank großartiger Spendenbereitschaft und mehrere Benefizveranstaltungen und der Förderung durch Kirche und Kommunen“, so Pfarrer Volkmann.

Abschluss der Orgelsanierung in Weischwitz

Ebenfalls noch in diesem Jahr, nämlich möglichst zur Kirchweih in Weischwitz im September, soll die Weischwitzer Kirchorgel wieder eingeweiht werden, wie Marion Zapf und Wolfgang Schreiber vom Kirchgemeinderat am Mittwoch berichteten. Im letzten Bauabschnitt wird dieses Jahr noch eine Summe von 8.100 Euro benötigt, die aus Eigenmitteln der Kirchgemeinde, durch Zuwendungen der Gemeinde Kaulsdorf und des Landkreises sowie durch Landesdenkmalmittel gesichert ist. Der Landkreis hatte die Sanierung schon in den Vorjahren mit 2.800 Euro unterstützt. Die seit fünf Jahren nicht mehr bespielbare Orgel war komplett ausgebaut worden, derzeit sind noch Bauteile in der Orgelwerkstatt. Nur das Orgelgehäuse ist zu sehen, an das als Besonderheit bereits wieder der Zimbelstern installiert ist.

Die Weischwitzer Kirche war 1792 komplett umgebaut, das Kirchenschiff an den Chor angebaut worden. Die Orgel war um 1900 „merkwürdig“ verändert worden, so dass die Denkmalpflege die strenge Forderung aufgestellt hatte, die Orgel wieder in den Zustand vor 1900 zu versetzen. „Wir sind in den letzten Jahren in der Kirche dank dem früheren Pfarrer und großer Eigeninitiative und schon weit gekommen“, so Wolfgang Schreiber. „Als nächstes muss die Ausmalung erneuert werden, die inzwischen abblättert, außerdem die Fußböden in der oberen Empore, die Fenster und die Elektrik. Es wäre schön, wenn wir bald zu einem Abschluss kommen.“ Barbara Valduga sicherte zu, auf künftig für die Wünsche ein offenes Ohr im Landratsamt zu haben.

Kirche Geitersdorf – Start der Orgelsanierung

Ein besonderes Kleinod stellte Pfarrer Markus Tschirschnitz mit der Kirche in Geitersdorf vor, deren Bauzeit bis in die Romanik zurückgehen könnte. Dort soll in diesem Jahr die Sanierung der Orgel aus dem 18. Jahrhundert starten, für den 4.800 Euro benötigt werden, den größeren Teil davon kann die Kirchgemeinde aufwenden. Insgesamt werden dafür über 50.000 Euro benötigt. Die Kirchgemeinde hatte in den vergangenen Jahren bereits viel Energie und Geld in die Sanierung investiert und so das Kirchendach wieder instand gesetzt.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt