Montag 29. Mai 2017

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09.04.2015

Grab des „Herrn von Boilstädt“

Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie lud zur Präsentation der Erkenntnisstäde um die Grabkammer des „Herrn von Boilstädt“ ein.

Das 2013 im Zuge von Straßenbauarbeiten zwischen Gotha-Sundhausen und Gotha-Boilstädt entdeckte Grab aus dem Merowingerzeitalter war laut des Abteilungsleiters Bodendenkmalpflege Herrn Dr. Thomas Grasselt "ein Sensationsfund" und wurde durch eine sogenannte Blockbergung großflächig aus dem Erdreich herausgetrennt und mit einem Schwerlasttransport in eine Werkstatt des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie nach Weimar-Ehringsdorf verbracht. Dort leitet der Archäologe Christian Tannhäuser die weiteren Untersuchungen, welcher auf die Frage nach dem Wissen um den Fundort nur leicht schmunzelte und bemerkte, "dass um Gotha guter Boden wäre und egal wo er den Spaten ansetzen würde überall etwas zu finden sei".
 Im Detail erläuterte Tannhäuser die Arbeit mit seinem Team, zeigte Dokumentationen der bisherigen Schritte, wie z. B. die Bearbeitung der Kammer mit 3D-Lasertechnik. Auch erste Grabbeigaben des Toten konnten geborgen und identifiziert werden, wie Waffen, persönliche Gegenstände und sogenannte Speisebeigaben. All diese Funde weisen darauf hin, dass der Tote einen hohen Stand gehabt haben muss.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Gotha

Redaktion, 09. April 2015